Der Attentioner


Ein zentrales Problem vieler Kinder und Jugendlicher besteht darin, dass sie ihre Aufmerksamkeit nicht gezielt fokussieren und steuern können.

 

Der Attentioner, entwickelt von Claus Jacobs und Franz Petermann, verzahnt neuropsychologische und verhaltenstherapeutische Therapieelemente mit dem Ziel, die Aufmerksamkeitsleistung von 7- bis 14-jährigen Kindern wirksam zu verbessern.


Die Kinder und Jugendlichen lernen in der Gruppe (4-6 Kinder) vor allem, sich auf die jeweils wichtige Information zu konzentrieren und ablenkende Umgebungsreize zu ignorieren.

 

Störende Geräusche, Gespräche, etc. sollen ausgeblendet und auf wichtige Hinweise reagiert werden.

Auch die Fähigkeit zur parallelen Reizverarbeitung wird deutlich verbessert.

 

Mit einem Response-Cost-Token-System*  wird die Mitarbeit während des Trainings und im Rahmen von Hausaufgaben (=Geheimaufträge) belohnt.


Das Trainingsprogramm hat sich als sehr motivierend und alltagsnah erwiesen, so dass sich Transferleistungen in den schulischen und häuslichen Alltag auch sehr deutlich zeigen.


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Als sekundärer Verstärker wirkt ein Token, ähnlich wie ein Tauschmittel oder eine Währung. zur Überbrückung der zeitlichen Verzögerung zwischen dem erwünschten Verhalten und der primären Verstärkung (der eigentlichen Belohnung).

So muss beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Punkten, Murmeln, Chips o.ä. gesammelt werden, bevor die eigentliche Belohnung, zum Beispiel ein Ausflug oder ein anderer vom Betroffenen begehrter Verstärker, erfolgt. 

 

Das Response-Cost-System ist eine Methode der operanten Konditionierung.

Im Gegensatz zu Token-Systemen wird bei einem Response-Cost-Verfahren eine Belohnung (positiver Verstärker) vereinbart, die beim Auftreten des unerwünschten Verhaltens entzogen wird.